Hot Chocolate Race in Chicago

Letzten Donnerstag flog ich mit Air Berlin nach Chicago. Bereits im Mai hatte ich den Flughafen von Chicago bei einem Zwischenstop von Florida nach Berlin kennengelernt aber diesmal sollte mein erster richtiger Besuch im US Bundesstaat Illinois etwas länger andauern.

Bei der Anmeldung, die in Deutschland erfolgte, hatte ich mir den Hot Chocolate Race als eine kleine unbekannte Laufveranstaltung vorgestellt. Um so überraschender war es dann, als ich erfuhr dass dort über 40.000 Läufer gemeldet waren. So viele Läufer nehmen normalerweise nur bei großen Halb- und Marathonläufen teil. Weil das Teilnehmerfeld so groß war gab es sehr viele Corrals (Startblöcke), in welche die Teilnehmer eingeteilt worden waren. Unser Corral war C und damit waren wir weit vorn mit dabei. Bei der Anmeldung konnte man sich zwischen 5 und 15 Kilometern entscheiden. Natürlich war es sinnvoll bei einer so langen Anreise die längere Distanz zu wählen. Vor Ort hatte man etwas den Eindruck, dass der Veranstalter mit so einem großen Menschauflauf etwas überfordert war, denn es war recht schwierig vom Gear Check in den Startblock zu gelangen.

Running Race Windy City

Vor dem Start zum Hot Chocolate Race in Chicago am 3. November 2013

Um kurz vor 7 Uhr ertönte (wie bei all meinen Wettkämpfen in den USA) die US Nationalhymne und gleich danach kam auch schon der Countdown vor dem Startschuss und damit ging das Rennen endlich los. Corral A durfte starten und mit etwas Abstand dann auch Corral B und so weiter, so dass wir mit ca. 10 Minuten Abstand auf der Strecke waren. Diese führte zunächst durch eine Unterführung und dann in die Innenstand von Chicago, die ich bereits am Vortag beim Sightrunning kennenlernen durfte.

Die Bedingungen waren an diesem Sonntagmorgen aus meiner Sicht ideal: Sonnenschein, aber dafür kühl aber nicht kalt. Obwohl die Distanzen in Kilometer ausgeschrieben waren, waren die Hinweisschilder auf der Strecke immer in vollen Meilen angegeben und inzwischen habe ich mich an das umrechnen gewöhnt bzw. schaue einfach auf die Laufuhr. Nur die 5- und 10-Kilometer-Marke waren im metrischen System markiert. Die Laufstrecke war dennoch abwechslungsreich und kurzweilig, nur etwas mehr Zuschauer hätten nicht schaden können. Dafür gab es aber umsomehr Getränkestationen mit Getorate und Wasser. Ich erreichte das Ziel nach 1:14:43 Stunden und bin damit recht zufrieden.

Hot Chocolate Race Result

Hot Chocolate Race Result

Zum Schluss noch Schokolade

Soweit der sportlich Teil. Nun musste ich noch ein ganzes Stück gehen, um in den eigentlichen, namensgebenden Zielbereich zu gelangen und dort den viel umworbene „Hot Chocolate Mug“ abzuholen. Man malt sich ja vorher schon mal ein Bild aus, wie sowas wohl aussehen und schmecken könnte. Das war im Endeffekt ein halbvoller Pappbecher Kakao fixiert in einem Plastikbehälter (Mug) und darin noch ein Schluck flüssige warme Schokolade, eine Banane und ein paar Süssigkeiten. Ich schätze alles zusammen hatte einen Gegenwert von maximal 2 Dollar, aber der Veranstalter wird das sicherlich von den Sponsoren kostenlos bekommen haben. Den Kakao hab ich getrunken und nach der Schokobanane war ich dann bereits „überzuckert“, so dass der überwiegende Teil der Hot Chocolate übrig bliebt. Meiner Meinung nach war das kein angemessenes Giveaway für Finisher nach einem Lauf, sondern eine unnötige Belastung für die Umwelt (Stichwort Plastik). Über eine Medialle hätte ich mich mehr gefreut. Ich behalte den Mug natürlich als Erinnerung, aber über Veranstaltungen in den USA kann ich immer wieder nur staunen. Die wissen wie man Geld „macht“. Wenn man bedenkt, dass die Laufteilnahme über 70 USD kostet und 40.000 Teilnehmer diesen Preis bezahlen, kommt auch nach Abzug aller Kosten ganz schön was zusammen …

hot chocolate chicago 2013

Andre in Chicago nach dem Hot Chocolate Race 2013

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.