Ein Wettkampf in Windsor UK

Gestern lief ich zum ersten mal in Windsor UK einen Wettkampf mit. Als Distanz wurden 6 und 10 Kilometer sowie die Halbmarathon-Distanz angeboten. Ich hatte mich bereits in Deutschland für eine Teilnahme am 10 Kilometer Kurs entschieden. In den Vorjahren war ich bereits zwei Mal Teilnehmer beim BUPA in London, der in diesem Jahr ebenfalls am selben Wochenende stattfand. Da London aber wegen des Pfingstwochenendes ziemlich überbucht war, hatten wir entschieden nach Windsor auszuweichen bzw. diese kleinere Veranstaltung kennenzulernen, die ganz in der Nähe von London stattfand.Windsor liegt westlich von London ungefähr 25 Kilometer entfernt und ist vom Flughafen London Heathrow (LHR) sehr schnell erreichbar. Hier hat auch die Queen ihren Wochenendsitz im Windsor Castle (Schloss Windsor), das jede Menge Touristen aus dem In- und Ausland anzieht. Sie ist dort im Regelfall von Donnerstag bis Dienstag anwesen, was daran erkennbar ist, dass die UK-Fahne gehisst ist.

Der Lauf in Windsor fand am gestriegen Sonntag statt und es sollte um 8:50 Uhr losgehen. Kurz vor dem Start hatte ich kurzzeitig gedacht, dass ich vergessen hatte mich anzumelden, aber mein Name war ordentlich in der Starterliste und so gab es keine Probleme. Ausserdem hatte ich auf meiner App gesehen, dass der Veranstalter die Startgebühr von meine Bankkonto abgebucht hatte. Sie betrug 30 Pfund, was für einen solchen kurzen Lauf nicht vergleichsweise teuer ist.

Der Startvorgang für die Halbmarathon-Teilnehmer erfolgte als erstes und zwar in mehreren Wellen und anschliessend waren die 6- und 10-Kilometer-Läufer an der Reihe. Nach einer Einweisung (Race Briefing) des Veranstalters wurden wir relativ unspektakular auf die Strecke geschickt. Man hatte am Anfang eher das Gefühl auf einer Wiese zu laufen. Also machte ich mich auf mehr gefasst. Die Strecke führte weiter durch staubige Wald- und Feldwege und ab und zu begegenten mir Radfahrer und andere Hobbyläufer, die aber keine Teilnehmer dieses Wettkampfes waren. Wer einmal in England bzw Großbritianen war, der weiss, dass man sehr schnell durcheinander kommt mit der Fahrtrichtung und die Seite, auf die man im Ernstfall ausweichen sollte. Während wir uns in Deutschland im Zweifelsfall rechts halten, muss man sich in UK auch beim Laufen links halten, was ich natürlich bei meiner ersten Begenung mit einem Radfahrer nicht beachtet hatte. Aber was macht der eigentlich auf der Laufstrecke?

Um die 10 Kilometer zu absolvieren mussten zwei Runden gelaufen werden, was ich eigentlich nicht mag, denn es wird schnell langweilig. Auf dem Rückweg führte die Strecke an der Themse vorbei, wo auch einige Boote angelegt hatten und viele Schwäne zu sehen waren.

Auf der zweiten Halfte der Strecke wurde es ziemlich warm und die Sonne stand hoher am Himmel. Meine Geschwindigkeit reduzierte sich jeden KM weiter und ich war schon ziemlich kaputt, als wir bei KM uber eine Brücke zurück in den Startbereit geleitet worden, der sich auf der anderen Seite der Themse befand. Unmöglich dachte ich, denn mein GPS zeigte erst 9 Kilometer  an, und das Ziel befand sich bereits in Sichtweite. Ich hatte damit gerechnet, dass wir noch mal eine Runde im Park laufen, um die 10 Kilometer „voll“ zu bekommen, aber bereits kurz nach 9 Kilometern (auf meiner TomTom-Laufuhr) bog ich in den Finish-Bereich ein.

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